Der grösste zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt wurde 1888 eröffnet und ist somit der wohl einzigartigste Hafen weltweit. Die Backsteingotik zwischen den Deichtorhallen und Baumwall erfüllt auch heute noch ihren ursprünglichen Zweck: Das Lagern von Gütern wie Kaffee, Tee, Kakao Computer und das grösste Lager der Welt für Orientteppiche.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Speicherstadt zwar nicht verschont. Richtig zerstört wurde sie dennoch nicht. Bis heute ist dieser Teil des Hamburger Hafens die Hauptattraktion der Großen Hafenrundfahrt. Die architektonischen Details sind bei entsprechender Tide in vollen Glanz anzuschauen, während man mit einer Barkasse durch die Fleeten schippert.

Damit die Besucher der Speicherstadt über die umfangreiche Geschichte aufgeklärt werden, haben sie die Möglichkeit, das Speicherstadt-, das Gewürz- oder das Zollmuseum zu besuchen. Für den Nervenkitzel ist auch gesorgt: Der Hamburg Dungeon zeigt die gruseligen Vergangenheiten der Geschichte Hamburgs und ist der Idee des London Dungeon entnommen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit, die man am besten bei einer Hafenrundafhrt sieht, ist das Störtebeker-Denkmal am Brooktor. Es ist eine Hansjörg Wagner 1982 aufgestellte Bronzefigur, die an den Seeräuber Klaus Störtebeker erinnert, der im Jahre 1400 auf dem Grasbrook seinen Kopf verloren hat.

Wichtig ist, dass die Speicherstadt bis heute Zollgebiet ist und man somit als Autofahrer und auch als Fussgänger mit einer Zollkontrolle rechnen muss. Seit 1991 steht die Speicherstadt auch unter Denkmalschutz.